Aus dem Bedürfnis heraus, dem gestalterischen Nachwuchs mehr Sichtbarkeit zu verleihen, ist eine Auszeichnung entstanden, die junge Talente mit der etablierten Branche verbindet.
Junge Grafik
Wie stärkt man den grafischen Nachwuchs in der Schweiz?
- Kunde
- Junge Gestalterinnen und Gestalter sowie Ausbildungsinstitutionen
- Branche
- Schweizer Grafik
- Grösse der Organisation
- Zwei Dutzend ehrenamtlich organisierte Gestalter und Gestalterinnen
Ausgangslage:
Die Junge Grafik entsteht mit dem Ziel, den gestalterischen Nachwuchs in der Schweiz zu fördern. Denn der nachrückenden Generation fehlt in der Grundausbildung eine Plattform, um ihre Arbeiten zu zeigen, einzuordnen und mit der Branche zu verknüpfen.
Kommt hinzu, dass die Schweizer Grafik als Kulturgut im Begriff ist, als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Umso wichtiger ist es, die nächste Generation früh in ein Netzwerk einzubinden und ihre Arbeiten sichtbar zu machen.
Fragen
Wie muss ein Förderpreis gestaltet werden, der den unterschiedlichen Ausbildungsstufen gerecht wird?
Wie lassen sich die Ausbildungsstufen Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ, Höhere Fachschule HF und Fachhochschule FH in einem fairen Wettbewerb zusammenbringen?
Wie hat eine Auszeichnung zu funktionieren, damit sie für junge Gestalterinnen und Gestalter relevant und attraktiv ist?
Lösungen
Die Junge Grafik verleiht alle zwei Jahre Auszeichnungen, im Rahmen einer Preisverleihung und hat sich seit 2021 als feste Grösse etabliert.
Pro Ausgabe werden 30 Arbeiten ausgezeichnet.
Der Wettbewerbsprozess wurde bewusst offen angelegt und berücksichtigt die verschiedenen Ausbildungswege sowie die sprachlichen und kulturellen Regionen der Schweiz. Die Juryarbeit ist entsprechend anspruchsvoll und verlangt eine sorgfältige Balance zwischen Qualität, Vielfalt und Repräsentation.
Junge Gestalterinnen und Gestalter, die direkt aus der Ausbildung kommen, erneuern das Team kontinuierlich, und bringen neue Perspektiven ein. Zudem wird das gesamte Projekt ehrenamtlich getragen.
Wirkung:
Die Junge Grafik verschafft dem Nachwuchs Sichtbarkeit und verbindet junge Talente mit etablierten Grössen der Branche. Sie bietet Orientierung, setzt Qualitätsmassstäbe und stärkt den Austausch zwischen Ausbildung und Praxis. Gleichzeitig leistet sie einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Positionierung der Schweizer Grafik als kulturell relevante Disziplin.
Anekdote
Die Talentförderung Plus der Bildungsdirektion des Kantons Zürich wurde auf den Preis der Jungen Grafik aufmerksam und gratuliert seither den Zürcher Gewinnerinnen und Gewinnern. Dies zeigt, dass die Junge Grafik auch auf institutioneller Ebene als relevante Grösse in der Nachwuchsförderung wahrgenommen wird.
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